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Spannungsbogen

Stories von Why-Not

Spannungsbogen

Und damit wären wir gleich beim nächsten Thema, nämlich dem Spannungsbogen. Wenn die Geschichte nicht ausschließlich als "Autoerotik-Inspiration" (=Wichsvorlage) dienen soll, sondern man auch im befriedigten Zustand Spaß an ihr haben soll, muß der Autor dafür sorgen, daß seine Leser stets neugierig sind, wie es weitergeht.

Zuerst benötigt man zumindest eine vage Vorstellung darüber, wie der Höhepunkt der Geschichte aussehen soll. Bei einem Krimi ist das meist die Auflösung, wer der Täter ist. Bei erotischen Geschichten kann es eine wilde Orgie sein, die Frage, ob sich die Protagonisten bekommen oder auch die Erkenntnis, daß in dem unscheinbaren Nachbarn von gegenüber doch mehr steckt, als ein gieriger Spanner. Es kann auch sein, daß die Spannung über eine "konventionelle" Rahmenhandlung aufgebaut wird - vielleicht über den oben genannte Krimi - und daß die erotischen Einlagen die Geschichte nur bereichern. Dann ist der Spannungsbogen wieder eher konventioneller Natur.

Und wie bekommt man ihn nun, diesen Spannungsbogen? Indem man sich schlingernd auf den Höhepunkt zubewegt. Der Leser muß nicht zwingend von Anfang an wissen, wohin die Reise wirklich geht. Es macht sowohl Autoren als auch Lesern Spaß, wenn die Leser immer mal wieder in die Irre geführt werden und es zu überraschenden Wendungen kommt. Diese sollten allerdings zur Logik der Geschichte passen, damit nicht der Eindruck entsteht, der Autor habe seine Story im Fieberwahn geschrieben.

Wichtig ist, es dem Leser nie langweilig werden zu lassen. Meist reicht es nicht, ihn nur auf die Auflösung der Erzählung neugierig zu machen. Wenn der Text länger ist, muß man ihn eventuell von Kapitel zu Kapitel locken. Idealerweise beginnt jedes Kapitel mit einer Ausgangssituation, die gemeistert werden muß. Und der Leser bekommt Andeutungen, wie diese Lösung aussehen könnte. Gegen Ende des Kapitels kommt es dann zu einer Lösung (die ganz anders aussehen kann, als es angedeutet wurde). Und daraus ergibt sich wieder ein neues Problem, das im folgenden Kapitel angegangen wird.

Es muß auch nicht immer eine Aufgabe zu bewältigen oder ein Problem zu lösen sein. Es kann auch der Spannung dienen, eine der handelnden Personen mit der Zeit immer besser kennenzulernen - oder diese Person auch dazulernen zu lassen.

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